Es gibt Samtpfoten, die haben es doppelt schwer. Zum einen kommen sie mit einer tragischen Geschichte zu uns und zum anderen sind sie an FIV oder FeLV erkrankt.
FIV steht für Felines Immundefizienzvirus und ist im menschlichen Sprachgebrauch auch als Katzenaids bekannt. Es ist eine Erkrankung, die über den Geschlechtsakt und Bissverletzungen ansteckend ist. Manchmal kann sie auch von Muttertieren vererbt werden. Die Inkubationszeit kann einige Jahre betragen, weshalb die Erkrankung vielleicht gar nicht auffällt.
FeLV steht für Felines Leukämievirus und ist eine Infektionskrankheit, die durch infizierten Speichel, Kot und Harn übertragen wird. Besonders junge Tiere sind hierfür empfänglich, ab einem Alter von etwa 7 Jahren gibt es eine sogenannte Altersresistenz, sodass sich ältere Katzen normalerweise nicht mehr anstecken.
Die beiden Krankheiten FIV/FeLV sind von der Symptomatik her sehr ähnlich und lassen sich nur durch Profis feststellen:
– Mattigkeit, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, evt. Fieber
– Blutarmut, blasse Schleimhäute, Wundheilungsstörungen
– Eher FeLV: Verdickte Lymphknoten, neurologische Symptome, Tumore, Durchfall, Erbrechen, Leber- und Nierenversagen
Diese Erkrankungen sind der Grund, weshalb diese Miezis nur mit ebenfalls erkrankten Artgenossen zusammenleben dürfen. Wir suchen für sie immer ein Indoor-Zuhause, um die Infektion weiterer Katzen zu verhindern. Trotz der Symptome können die Katzen ein gutes und schönes Leben haben, denn viele Symptome lassen sich durch Medikamente lindern oder ganz abstellen.
Für Besitzerinnen und Besitzer einer erkrankten Katze ist das Leben gar nicht so schwer. Am besten hast du eine Wohnung, denn damit ist sichergestellt, dass nicht unfreiwillig weitere Katzen infiziert werden. Hast du ein Haus, wird es schon etwas aufwendiger, weil die meisten Katzen den Drang haben mit dir nach draußen zu gehen. Manche Katzenbesitzer*innen haben für ihre infizierten Lieblinge richtig coole Gehege gebaut, sodass sie einen gesicherten Ausgang haben. Einen ungesicherten Freigang können wir für infizierte Tiere aber nicht unterstützen und sind in der Vermittlung dieser Miezen sehr sorgsam.
Es wäre für viele Menschen problemlos möglich eine erkrankte Katze zu adoptieren und ihr ein schönes Indoor-Für-Immer-Zuhause zu schenken. Leider machen wir die Erfahrung, dass trotzdem viele aufgrund von Vorurteilen oder Ängsten diese Katzen nicht adoptieren. Wir finden das sehr schade und wollen deshalb hier unsere aktuellen FIV-Katzen noch einmal gesondert präsentieren:

Artus-Charles
Ein scheuer, aber neugieriger Kater, der mit Geduld und Liebe zu einem treuen Gefährten wird.
Mehr Informationen gibt’s hier.


Kenji
Etwas betagter & döst viel, aber mit seiner besten Freundin Kim spielt er trotzdem noch gelegentlich.
Mehr Informationen gibt’s hier.

Kim
Anfangs etwas zurückhaltend, aber mit der Zeit siegt die Neugier. Ohne ihren besten Freund Kenji geht aber gar nichts!
Mehr Informationen gibt’s hier.

