Mission 2036: Stoppt die Katzen-Invasion, bevor sie beginnt!

Pssch, psscht, ja, ja ich komm ja gleich zu euch. Jahaaa, wartet, bitte, ich muss nur kurz dem Besuch etwas sagen. Jaahaa, bin gleich da… hmpf…
Wo war ich? Ah, hallo, du musst der Besuch sein, der sich angekündigt hat. Benita heiß ich und du musst ein Mensch sein. Lass mich kurz prüfen: großes rundes Ding auf dem Torso, guckt von oben herab und grinst mich an: Ja, Mensch, eindeutig. Gut! Wo wir das geklärt haben, kommen wir am besten gleich auf den Punkt: Ich komme aus der Zukunft, um genau zu sein aus dem Jahr 2036 und ich sag es direkt: Meine Reisegruppe und ich sind von der Zukunft zurück, weil jemand von euch Menschen Mist gebaut hat.
Großen Mist.
Irgendwie haben sich einzelne Staaten gesagt: „Kastrieren? Brauchen wir nicht, macht der Mensch schon selbst, das regeln wir nicht“. Und die Städte so: „Ja, logisch, machen unsere Bewohner“ und die Menschen so: „Ja, logisch, macht wer… anders, wir wollen das nicht“. Tja, aus irgend einem Grund lief das daher nur so semioptimal und während anfangs noch alle sagten: „Ja, komm, Tierheime regeln das“ haben es exakt zwei Katzen darauf angelegt. Zwei. Ich wiederhole: Zwei Katzen haben sich irgendwo versteckt – wir suchen noch wo, aber das spielt keine Rolle – und haben sich vermehrt.
Nach Jahr 1 hatten wir laut unseren Berechnungen 12 Katzen
Nach Jahr 2 waren es 80…
Nach Jahr 3 schon 520 – die Tierheime hatten schon einen Verdacht, aber irgendwie hat keiner auf sie gehört… das wurde dann zwei Jahre lang ignoriert.
In Jahr 5 hatten wir fast 10 000 Katzen. 10 000… der Preis eines Liters von eurem Benzin, das ihr für eure Autos braucht. Und weitere zwei Jahre später hatten wir schon fast 200 000 Katzen.
Und nun, ihr Mathegenies von Menschen, ratet mal was wir für ein sprichwörtlich ausgewachsenes Problem im Jahre 2036 haben? Richtig, 80 Millionen Katzen. Wir haben so viel Katzen wie ihr Bürger im Land habt. Und die sind kurz davor, ihr eigenes Parlament auszurufen – was für Spannungen sorgte und natürlich schon für erste Kriege. Da die Menschen aber zu sehr damit beschäftigt waren, sich zu bekriegen und uns zu füttern, haben die Schlauesten unter uns Katzen eine ausgewählte Gruppe in die Vergangenheit geschickt um die beiden Katzen zu finden, die für den Schlamassel verantwortlich sind.
Nun, die meisten von uns wollten sich erst gar nicht mit euch Menschen beschäftigen und gleich die beiden Verursacher finden, aber ich denke und glaube, nein: Ich hoffe ganz fest, dass ihr Menschen lernen und verhindern könnt, dass das geschieht. Bitte, ihr habt eh schon genug Probleme, macht es nicht noch komplizierter: Helft uns, lasst die Katzen kastrieren: Es ist ein kleiner Eingriff, wir leiden nicht – umgekehrt wird eine Pfote draus: Wenn ihr nichts unternehmt, leiden wir alle gemeinsam. Das kann nicht der Sinn und Zweck sein.
Wir werden nun weiterreisen und suchen, aber bis dahin, übernehmt bitte Verantwortung und schützt uns. Alles andere wäre Tier- und Menschenleid. Glaubt mir, ihr sitzt da mit im Boot – oder denkt ihr, wir füttern uns selbst? Nix da!
So, du entschuldigst mich? Ich muss ein Problem lösen – und ich glaube, du auch. Also, lasst uns aufbrechen und helfen! Alle zusammen: auf „Los“ geht’s, los!
MIAU!
(Vielen Dank an Fortunato für Text und Bild)

