Achtung!!! Dieser Beitrag enthält Fotos, mit sehr belastendem Inhalt.
Diese Bilder wurden vor wenigen Tagen in der Katzenstation Rüdersdorf aufgenommen.
Sollte man solche Fotos veröffentlichen?
Ja. Das Elend und Leid vieler Tiere können wir nicht beschreiben.
Selbst unsere erfahrenen Tierschützer und -pfleger sind immer wieder schockiert.
Gewöhnen können wir uns nicht daran.
Und wollen wir auch nicht.
Corinna Ritter

Tierschutzgesetz §1
„Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“
Eine der größten Herausforderungen im Tierschutz sind die Millionen Straßenkatzen in Deutschland. Sie leben versteckt und zurückgezogen auf verlassenen Grundstücken, in Schrebergärten oder auf Industriegeländen. Täglich müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Sie hungern, leiden oft unter Infektionskrankheiten und ihre Verletzungen bleiben unversorgt.
<< Katzen sind damit nicht nur das meistgeliebte, sondern auch eines der meistvernachlässigten Haustiere in Deutschland<<
Immer mehr Katzen landen im Tierheim. Mehr als zwei Drittel der Tierschutzvereine (69 %) mussten in den letzten 12 Monaten mehr Katzen aufnehmen. Diese Tierheimtiere warten auf ihr neues Zuhause – einige viel länger als andere. Oft spielen Alter, Größe und sogar die Fellfarbe eine Rolle. 47 % der Tierheime gaben an, dass schwarze Katzen schwerer vermittelt werden können, als andersfarbige Artgenossen.

Häufige Krankheiten
Viele Tiere gehen qualvoll zu Grunde, verhungern oder erfrieren. Am häufigsten leiden Straßenkatzen unter Parasitenbefall , Unterernährung und Katzenschnupfen. Da Straßenkatzen überwiegend auf sich alleine gestellt sind und nicht medizinisch versorgt werden, haben Infektionserreger wie Parasiten, Viren und Bakterien leichtes Spiel. Insbesondere Katzenschnupfen ist unter Straßenkatzen stark verbreitet. Diese Infektionskrankheit der Atemwege und Kopfschleimhäute ist hoch ansteckend und beeinträchtigt die Tiere stark. Sie haben Symptome wie eitrigen Nasen- und Augenausfluss, Wunden im Maulbereich, Appetitlosigkeit und Fieber. Auch die Augen können durch die Krankheitserreger betroffen sein, was in schlimmen Fällen zu Sehverlust führen kann. Ohne medizinische Behandlung kann Katzenschnupfen zum Tode führen. Kranke Tiere sind noch weniger dazu in der Lage, sich ausreichend mit Nahrung zu versorgen, daher sind viele Straßenkatzen unterernährt. Durch die allgemeine Kraftlosigkeit ist auch das Immunsystem geschwächt und es kann daher vermehrt zu Krankheiten kommen.

Dieses Kätzchen konnten wir retten.
Viele andere können wir nur noch mit tierärztlicher Hilfe von ihrem Leid erlösen.
Straßenkatzen sind auf menschliche Hilfe angewiesen
Der fehlende Kontakt zum Menschen wird den Straßenkatzen zum Verhängnis: Grundsätzlich sind die meisten Verletzungen, Krankheiten und Parasitenbefälle an denen Straßenkatzen leiden, medizinisch gut zu behandeln oder auch vorzubeugen (z. B. durch Impfungen oder Parasitenprophylaxe). Die größten Lebensgefahren für Straßenkatzen können durch die menschliche Fürsorge auf ein Minimum reduziert werden. Die Lebenserwartungen von Kitten in menschlicher Obhut sind 40 x so hoch, wie die der Straßenkatzen. Ohne die Fürsorge von Menschen ist ein Katzenleben oft qualvoll und sehr kurz. Daher sollten Katzen nur in menschlicher Obhut geboren werden.

Malinka und Moritz aus der Pflegestelle hatten Glück. Sie sind noch rechtzeitig bei uns gelandet.
DANKE
Dieser Dank geht an alle, …
die Katzenleben retten
die bei Wind und Wetter Futterstellen betreuen
die sich die Nächte um die Ohren schlagen, um Kitten wieder aufzupäppeln
die ihre Katze kastrieren, kennzeichnen und registrieren lassen (z.B. bei Findefix)
die Kastrationsaktionen durchführen
die Tierschutzvereine & Co. finanziell oder personell unterstützen
die über die Wichtigkeit der Kastration und das leidvolle Leben der Straßenkatzen aufklären
die trotz des großen Katzenelends immer weitermachen.
Quelle: „Der große Katzenschutzreport“ Deutscher Tierschutzbund e.V.

